post image

Dorstfeld Stabil! mit Hinterlandgang und Bruchbude

26.06.26 Umsonst & draußen  auf dem Wilhelmsplatz in Dortmund-Dorstfeld

Start: 19 Uhr 

Wir versauen mit euch den Faschos den Heimatabend!

Dabei  unterstützen  uns:

  • Hinterlandgang aus Demmin in Vorpommern. Albert und Pablo reflektieren ihren Alltag, formulieren Hoffnungen und Sorgen und schaffen es Probleme sehr klar zu benennen, ohne in klischeehafte Parolen oder politische Phrasen zu verfallen.
  • Bruchbude aus Dortmund. Sie reisen auf kürzerem Weg an. Im Gepäck sind neue Songs, unverbrauchte Energie und eine ordentliche Portion Chaos (im besten Sinne). Ihre Musik ist der Soundtrack für alle, die Indie nicht nur hören, sondern fühlen wollen. Nämlich ehrlich, emotional und mit Haltung..

 Erscheint zahlreich <3
 Eure Naturfreund:innen & Bierschinken Crew

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

post image

Siebdruckstand beim Mehmet-Kubaşık-Kinderfest

Am Samstag, den 02.05., fand das 5. Mehmet-Kubaşık-Kinderfest statt. Mit zahlreichen Angeboten wurde der Tag für viele Kinder zu einem besonderen Erlebnis voller Spiel, Spaß und Begegnung.
Auch wir als Naturfreund:innen Dortmund Nord haben das Fest unterstützt und in diesem Jahr einen Siebdruckstand angeboten. Kinder und Jugendliche konnten sich dort kreativ ausprobieren. Sie gestalteten Papierdrucke, lernten den Umgang mit Farben kennen, experimentierten mit verschiedenen Papiersorten und erhielten dabei direkt Rückmeldung zu ihren Ergebnissen. Vor allem aber entdeckten sie die große Freude am Drucken.
Für viele Kinder im Stadtteil ist dieses Fest etwas ganz Besonderes. Ein Ort, an dem sie sich willkommen fühlen und frei teilnehmen können, unabhängig von ihren Eltern.
Wie jedes Jahr war es ein gelungenes Fest mit vielen tollen Möglichkeiten. Wir bedanken uns herzlich beim Festkomitee und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre.

post image

Say it loud – spray it proud!

Die Stadt ist voll mit Messages – kleine Zeichen, große Gedanken, geheime Botschaften. Aber was ist DEINE?
Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungstour und sammeln „Meinungsspuren“: Graffiti, Sticker, Symbole und alles, was Menschen im Stadtraum hinterlassen haben.
Danach bist DU dran:
Was bewegt dich? Was macht dich wütend, glücklich oder nachdenklich? Was willst du anderen sagen?
Mit Kreativität, Humor und Gefühl entwickelst du deine eigene Message und gestaltest daraus coole Graffiti-Schablonen (Stencils).
Zusammen mit der Künstlerin Jessie setzt du deine Ideen um und bringst sie an einen legalen Ort in der Stadt – sichtbar, stark und 100% du!
Dabei lernst du nicht nur neue Techniken, sondern auch, wie man eigene Gefühle ausdrückt und die Perspektiven anderer respektiert.
Mach mit – deine Stimme zählt!

Wann: 27. + 28. Juni & 4. + 5. Juli, jeweils 12 bis 16 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Extras: Snacks & Getränke sind inklusive
Das Angebot ist kostenlos

Ein Projekt der LAG Kunst und Medien in Kooperation mit Naturfreund:innen Dortmund Nord, gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

post image

5. Mehmet-Kubaşık-Kinderfest

2. Mai 2026, 14.00-18.00 Uhr
Mehmet-Kubaşık-Platz
Dortmund


Seit 20 Jahren fehlt Mehmet Kubaşık: Seiner Familie, seinen Freund*innen, den Menschen, die in seinen Kiosk an der Mallinkrodt-Straße in der Dortmunder Nordstadt kamen und sich bis heute an ihn erinnern. Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık von Mitgliedern des rechtsterroristischen NSU ermordet. Er wurde nur 39 Jahre alt.

Am 5. Mai 2026 hätte er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Mehmet Kubaşık ist nicht mehr unter uns, aber er bleibt unvergessen. Gemeinsam wollen wir mit dem Kinderfest daran erinnern, was für ein Mensch Mehmet Kubaşık gewesen ist: den Menschen zugewandt und mit einem großen Herz – nicht zuletzt für Kinder, die immer damit rechnen konnten in seinem Kiosk eine besonders gut gefüllte bunte Tüte in die Hand gedrückt zu bekommen.

Lasst uns den 60. Geburtstag von Mehmet Kubaşık feiern – zusammen und solidarisch!

post image

Kinder Sportfest 2026 des DJK Normannia e.V.

Am Samstag den 07 März fand wieder das Kinder Sportfest des DJK Normannia e.V. in der Sporthalle Nord statt. Zusammen mit weiteren Trainer:innen der Landesfachgruppe Klettern öffneten wir – wie schon in den letzten Jahren – wieder die Kletterwand zum Schnupper-Klettern.

Zahlreiche Kinder Probierten sich an den Unterschiedlichsten Ruten und konnten für sich Erfolge erzielen, sei es die eigene Angst zu überwinden und in etwa 2 Metern doch noch den nächsten Griff zu erlangen oder bis unters Dach zu klettern.

Herzlichen Dank an den DJK Normannia das wir wieder dabei sein durften. Wir freuen uns schon auf das nächste „Normannifest“

post image

Kletterausflug in die KletterBar nach Münster

Nachdem die monatlichen Kletterausflüge der Naturfreund:innen Dortmund Nord uns im Januar ins Neoliet nach Bochum und im Februar in den Kletterpütt nach Essen geführt haben, sind wir am 1. März in die KletterBar nach Münster gefahren. Krankheitsbedingt waren wir mit etwas kleinerer Besetzung unterwegs, wurden aber durch Kinder der Kletter AG der Gesamtschule Brüninghausen verstärkt.

In der KletterBar konnten wir in wechselnden Seilschaften Klettern und Bouldern. Die Kletter AG konnte beim Klettern das gelernte Wissen in Sicherungstechnik anwenden und vertiefen. Die Kinder und Erwachsenen der Naturfreund:innen konnten sich im Vorstieg im großen Dach probieren und Boulderspiele in der Boulderhalle spielen. Wir bedanken uns beim Team der Kletterbar und freuen uns auf den nächsten Ausflug.

post image

Naturfreund:innen Konzert mit Headbutt, I feel violent und dem astro groove collective by bierschinken.net

Am Samstag den 7.3.26 ist es wieder soweit. Die Kooperation von Bierschinken und den Naturfreund:innen geht in die dritte Runde und präsentiert euch Punk, Hardcore und Impro Jazz im Langen August. Am Start sind drei fantastische Bands:

Headbutt
is a punk band from Berlin – loud, direct, and maybe a little too in love with unusual song structures. Formed in 2024, the four members (vocals, guitar, bass, drums) move somewhere between punk rock, post-something, and “this just feels fun to play.”
They’re not chasing genre labels – just making music that hits with energy.

I feel violent
Berlin sagt die neuen Dean Dirg – das Ruhrgebiet sagt wir wollen unsere Kinder zurück. I feel violent machen viel zu schnellen Hardcore-Punk und sind dabei ihr erstes Tape auszuverkaufen. Wer nett fragt bekommt vielleicht noch eins.

astro groove collective
spielen frei und ohne Fahrplan. Treibender Drum and Bass wechselt sich ab mit sphärischen Synthies, psychedelische Gitarren mit funky Basslines. Ideen entstehen, werden weiterentwickelt oder verworfen. Die Energie des Publikums hat immer ein sehr großen Anteil daran wohin die Reise geht; es ist Musik die nur Live funktionieren kann.

Zusammen mit Bierschinken, den Naturfreund:innen Dortmund Nord und euch feiern wir einen entspannten Abend mit coolen Bands. Wir stellen die Getränke kalt und mixen euch verschiedene Specials. Kommt vorbei und rockt mit uns die Hütte!

07.03.2026 Langer August Dortmund
Einlass 19:00
Eintritt frei, 5 – 10€ Spendenempfehlung

post image

Ausflug mit den Naturfroscher:innen in das Naturmuseum

Am Dienstag den 10.01.2026 waren wir mit den Naturforscher:innen im Naturmuseum. Es war laut aber auch sehr spaßig. Betreuer:innen waren Jette und Elle. Wir haben viel gesehen und waren sogar in der Sonderausstellung über unseren Boden.

In der Ausstellung konnten wir sehen, wie es unter uns aussieht. Man hat die verschiedensten Tiere gesehen die im Boden leben und den Boden pflegen. Natürlich waren  ausgestopft. Man konnte auch selber ausprobieren Holz zu zerkleinern, das war sehr schwer. Dann konnten wir auch noch verschiedene Säuren aus dem Boden riechen. 

Nach dem Besuch der Sonderausstellung haben wir uns kurz besprochen und haben Gruppen festgelegt. Mindestens drei Leute durften zusammen gehen und ab einer abgemachten Uhrzeit haben wir uns wieder getroffen. 

In dem Museum gab es sehr viele Tiere zusehen, das größte stand in der Mitte des Hauses, es war ein großer Dino. Außerdem gab es sehr altes und spannendes versteinertes Holz. Im unteren Teil gab es auch einen Baumstumpf wo man die verschiedenen Tiere am Baum sehen konnte. dann ein kurzer Stop am Memori mit den anderen ging es in den Gruppen weiter. 

Als nächstes bin ich mit meiner Gruppe zu einer abgebildeten Straße gekommen, mit einem Auto drauf. Am Straßenrand lag ein toter Igel, der abbilden sollte wie gefährlich die Straße ist und wie gefährlich wir sie machen. Dann kamen wir zu einem Bienenstock, der aber leider Winterpause hatte, egal weiter geht’s.

Als nächstes kamen wir zu einer Küche. Da wurden die verschiedenen Tiere in groß dargestellt und ein Bildschirm hat in Zeitraffer verschimmelnde Erdbeeren gezeigt. Als nächstes war ein Mini-Rätsel dran, man musste per Geruch die verschiedene Pflanzen erraten, das war schwer hatt aber Spaß gemacht. Dann kam man in einen dunklen Raum wo man die Stadt in der Nacht gesehen hat. Weiter hat man einen Fuchsbau gesehen mit den kleinen Baby-Füchsen. Beim nächsten Mini-Rätsel musste man Fell anfassen und erraten welches Tier das ist. Letzter Stop auf der ersten Etage war das Aquarium – wunderschön. 

Das wars mit der ersten Etage. Jetzt schnell hoch, als wir hoch kamen, sahen wir einen Raum der glänzte. Lauter Diamanten, Gold und vieles mehr. Es war wunderschön, man konnte sogar einen Diamanten anfassen. Als nächstes waren wir bei den Neandertalern. Man durfte den Schädel anfassen. Man konnte sehen: Waffen, Feuersteine, Äxte, … das war cool. 

Dann kamen die Mammuts. Man konnte die verschiedenen Arten der Mammuts sehen. Der Backenzahn des Mammuts war größer als der Kopf eines durchschnittlichen Menschen. Direkt daneben sah man ein Skelett eines Höhlen-Bär. Dann gelangten wir in ein Zelt mit zwei Raptoren. Weiter kamen wir zu einem Stück über den Ozean. Man hat verschiedene versteinerte Unterwasser-Lebewesen gesehen. Dann kam auch schon der letzte Raum in dem es um das Sonnensystem ging. Den wir uns leider nicht angucken konnten, denn wir hatten keine Zeit mehr. Deswegen schnell nach unten gehen. Dann haben wir noch einen Sitzkreis gemacht und besprochen, was wir gesehen haben und was gefehlt hat oder was man beim nächsten mal besser machen kann. Dann gab es Waffeln und wir haben uns verabschiedet und uns auf den Heimweg gemacht.

E.L.

post image

NaturFreund:innen Freizeit im Ith – Juli/August 2026

Update: Anmeldung ab jetzt möglich!

Die NaturFreund:innen Dortmund Nord werden im Juli ein Ferienlager am NaturFreunde Haus Lauenstein veranstalten. Die Freizeit wird vom 28.7. bis zum 6.8. (2. und 3. Ferienwoche NRW) stattfinden. Wir werden 10 Tage am Ith verbringen und jeden Tag Aktivitäten anbieten. Einige Beispiele:

  • Klettern
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Bogenschießen
  • Siebdruck
  • Sauna (Therme Salzhemmendorf)
  • Fußball, Basketball, Tischtennis
  • Ausflug nach Hameln
  • Tropfsteinhöhle
  • politische Bildung
  • Kino

Die Kinder werden in Gruppenzelten untergebracht. Erwachsene schlafen in ihren eigenen Zelten.

An- und Abreise finden per ÖPNV statt. Alle Teilnehmer:innen brauchen für Juli und August ein Deutschland Ticket.

Veranstalter: Naturfreunde Dortmund Nord
Alter von: 8 Jahre, Kinder unter 8 nur mit Betreuung durch die Eltern
Anmeldeschluss: 15.05.2026
Preis – Kinder: 300 Euro
Preis – Erwachsene: 400 Euro
Inklusive: Übernachtung in Gruppenzelten, Vollverpflegung, Programm & Betreuung
Reisebedingungen: https://www.natur-freund.in/wp-content/uploads/2026/02/Reisebedingungen.pdf

Anmeldung: https://cloud.systemli.org/apps/forms/s/2AmEQ6QTgLRcZzsrdFyksd7R

Einen Bericht der Sommerfreizeit 2025 findet ihr hier https://natur-freund.in/2025/09/19/sommerfreizeit-am-ith-2025/

post image

Eine solidarische Stadt braucht Verkehrsgerechtigkeit!

Dieser Artikel erschien zu erst in unserer Zeitung „Dortmund Solidarisch“ zur Kommunalwahl 2025.

Als vor einem Jahr, am 4. September 2024, ein Schüler an der Münsterstraße in Dortmund von einer Straßenbahn erfasst und schwer verletzt wurde, waren die Bestürzung und die Betroffenheit in der Nordstadt sehr groß. Einen Monat später gingen über 450 Menschen, überwiegend Schulkinder und ihre Eltern, in der Dortmunder Nordstadt auf die Straße, um für sichere Schul- und Kitawege zu demonstrieren. In unmittelbarer Nähe zur Münsterstraße liegen die Albrecht-Brinkmann-Grundschule, die Libellen-Grundschule, die Nordmarkt-Grundschule, die Anne-Frank-Gesamtschule und das Helmholtz-Gymnasium. Hunderte Schüler*innen überqueren täglich auf dem Schulweg die vierspurige Straße mit der in der Mitte geführten Stadtbahn. An den Kreuzungen kommt es regelmäßig zu schweren Verkehrsunfällen. Offensichtlich ist die Münsterstraße mit dem Fokus auf den PKW-Verkehr und die Stadtbahn geplant worden. Fußgänger*innen bleiben nur schmale Steige und gefährliche Überwege. Radverkehr ist schlicht nicht vorgesehen.

Auto Auto Auto …

Die Situation an der Münsterstraße soll hier nur ein Beispiel sein. Denn ähnliche Situationen sehen wir in der gesamten Nordstadt, in ganz Dortmund, so wie in vielen Städten Deutschlands, Europas und der ganzen Welt. Das Auto als individuelles Verkehrsmittel steht im Fokus eines Mobilitätssystems, das sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.

Das Auto verdrängte seit Anfang des letzten Jahrhunderts andere Verkehrsteilnehmende zunehmend, seien es Lasten-Fahrräder, Straßenbahnen oder den Eisenbahnverkehr. Dabei lässt der ständige Konsum von PKW auf der einen Seite die Wirtschaft kontinuierlich wachsen und sichert vermeintlich Arbeitsplätze, auf der anderen Seite dient der eigene PKW als Investitionsobjekt und Statussymbol. Auf die Spitze treibt es mit dieser Erzählung der extrem rechte US-Unternehmer Elon Musk, der ein autonomes Auto sinniert, das, wenn nicht von den Besitzer*innen genutzt, eigenständig als Taxi Geld verdienen soll. Immer mehr und immer größere PKW drängen in die Städte und verschärfen die Verkehrssituation.

Hierbei ist die mangelnde Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer*innen nur eines der Probleme, die durch den immer weiter anwachsenden Autoverkehr entstehen. PKW verbrauchen zum Fahren und vor allem zum Stehen enorm viel Platz. Abgase und Lärm senken die Lebensqualität und verkürzen das Leben der Bewohner*innen nachweislich.

Rechter Kampf gegen Klima- und Verkehrsgerechtigkeit

Konfrontiert mit dieser Situation versuchen einige Kommunen, dieses sich selbst verstopfende System durch Reglementierung einzuhegen und so vor dem Kollaps zu bewahren. Geschwindigkeiten werden reduziert, Fahrstreifen durch Radwege ersetzt, Parkraum eingeschränkt oder Parkgebühren erhoben. Obwohl die Maßnahmen im Sinne der Allgemeinheit oft alternativlos erscheinen, folgt nicht selten eine rechte Kampagne gegen diese Maßnahmen. Sehr medienwirksam konnte dies in Berlin verfolgt werden, wo auch die CDU den Kampf gegen die Radwege zu einem zentralen Kommunalwahlthema gemacht hat. Auch sehen wir, dass soziale Bewegungen, die sich Mobilitäts- und Klimafragen widmen, zur Zielscheibe von Neonazis und der extrem rechten AfD werden. Im CSU-regierten Bayern werden Klimaaktivist*innen wie Terroristen staatlich verfolgt.

Verkehrswende statt Antriebswende

Damit alle Menschen sicher am Straßenverkehr partizipieren können, muss sich die Verkehrspolitik grundlegend ändern. Während Dortmund einer Studie des Car Centers Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen zufolge die Großstadt (mehr als 500.000 Einwohner:innen) mit der höchsten Autodichte ist – auf 1.000 Einwohner*innen kommen 410 Fahrzeuge –, landet die Stadt im Fahrradklima-Test 2024 des Allgemeiner Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) auf Platz 13 von 15 unter den Großstädten. Neben der Breite und dem Zustand der Radwege bemängelten die Teilnehmer*innen gefährliche Situationen durch parkende Autos auf Radwegen, an Kreuzungen und vor allem beim Überholen durch Autofahrende, die den vorgeschriebenen Sicherheitsabstands von 1,5 Metern missachten.

Doch nicht nur die Fahrradinfrastruktur müsste ausgebaut werden, um zu einer wirklichen Verkehrswende zu gelangen. Das gesamte Verkehrssystem muss radikal umgestaltet werden, das Auto darf dabei nicht mehr als primäres Verkehrsmittel gedacht werden. Der ÖPNV muss ausgebaut werden und die Nutzung kostenlos sein. Auch Fußgänger*innen brauchen freie und sichere Wege, die zum Spazieren und Verweilen einladen.

Wenn wir diesen Bogen von der schrecklichen Verkehrssituation vor der eigenen Haustür über die kapitalistischen Produktionslogik zu den rechten Bewegungen der heutigen Zeit schlagen, wird eines klar: Wir können nicht losgelöst voneinander gegen unsinnige Mobilitätssyteme, eine klimazerstörende Energiepolitik oder extrem rechte Strukturen kämpfen. Wir müssen diese Kämpfe miteinander in Verbindung setzen, gemeinsam die kapitalistische Produktionslogik durchbrechen und eine solidarische Gesellschaft schaffen.

Naturfreund:innen Dortmund Nord